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Einzelansicht: Aktuelles des ADAC Nordbayern

Premiere und E-Kart-Test beim AMSC Hammelburg

Am 29.07.2017 veranstaltete der AMSC Hammelburg e.V. sein erstes 270er Kartslalom-Turnier.

 

Der vereinseigene Platz, für den JKS sehr gut geeignet, hatte sich bereits während der Trainingseinheiten als zu klein für einen „richtigen" 270er Kartslalom erwiesen. Für den Turnierparcours wurde dann ein wenig befahrener Abschnitt einer öffentlichen Straße im Bereich der Erdfunkstelle Fuchsstadt auserkoren.

 

Durch das Entgegenkommen der Gemeinde Fuchsstadt, die nach Vorgesprächen unbürokratisch eine straßenverkehrsrechtliche Anordnung für den Veranstaltungstag sowie den Vorabend zur Vorbereitung des Turnierparcours erteilt hat, konnte dieser Abschnitt auch genutzt werden. Der größte Anlieger, die Fa. INTELSAT als Betreiber der dortigen Erdfunkstelle, erteilte nicht nur sein Einvernehmen, sondern unterstützte uns, indem ein Stromanschluss einschließlich Starkstrom gelegt wurde.

 

Bereits bei der Aufstellung des Parcours zeigte sich, dass er sehr schnell werden wird, wo-ran auch einige „Bremsschikanen" nichts grundlegendes ändern konnten. Durch entspre-chende Linienführung wurde aber wenigstens die 90-Grad-Kurve der Straße entschärft.

Der Parcours war aber trotz der hohen Geschwindigkeiten keine reine „Vollgasstrecke", sondern fahrerisch durchaus anspruchsvoll. Schlüsselstellen waren insbesondere die schräg zur Straße angeordneten, hintereinander folgenden Spurgassen und das Wechseltor am Ende der Strecke, das als Wendepunkt diente, bei dem eine zu hohe, aber auch zu geringe Geschwindigkeit zu Pylonenfehlern führte und sich auf der Uhr bemerkbar machte.

 

Vorausschauendes Fahren mit entsprechender Blickführung war angesagt. Die teilweise dann doch recht großen Zeitunterschiede zwischen den Teilnehmern zeigten, dass dies nicht jedem gleichermaßen gelungen war.

 

Die Hammelburger Fahrer erwiesen sich als gute Gastgeber und überließen den Fahrern anderer Vereine jeweils die vorderen Plätze.

 

Die Streckenposten hatten allerhand zu tun. Die Zahl der Pylonenfehler hielt sich in Gren-zen, viele Teilnehmer lehnten sich aber leicht an den Pylonen an und verschoben sie dabei. Es hatte sich im übrigen bewährt, die Posten nicht nur mit den Zifferntafeln, sondern auch mit den guten alten Walkie-Talkies auszustatten. Die Distanzen waren dann doch recht groß.

 

Nach dem ersten Wertungslauf der AK3 musste eine kleine Reparaturpause eingelegt wer-den, da das Kart sich einiger wichtiger Teile entledigt hatte. Trotzdem aber konnte der Zeitplan eingehalten werden – was allerdings auch daran lag, dass die Teilnehmerzahl mit 32 Startern insgesamt doch etwas unter den Erwartungen lag. Dies war wohl den Umständen geschuldet, dass die Meisterschaften bereits entschieden waren und die endgültige Ausschreibung des Turniers aufgrund der Veranstaltungsgeländethematik erst relativ spät veröffentlicht werden konnte.

 

Die Teilnehmer jedenfalls waren von der Veranstaltung begeistert – das Wetter hatte auch mitgespielt.

 

Zudem konnten die Teilnehmer noch ein kleines Schmankerl genießen: Nach dem Turnier bestand dank freundlicher Unterstützung des e-Kart-Centers Würzburg die Möglichkeit, den Parcours mit einem von zwei zur Verfügung gestellten Elektro-Hallen-Karts zu befahren.

 

Diese waren im „Hallenkartmodus", hatten also nicht ganz die volle Leistung zugunsten besserer Haltbarkeit und Zuverlässigkeit. Das ansatzlose Beschleunigen war recht beein-druckend – wie eben bei E-Karts üblich. Die Höchstgeschwindigkeit war jedoch ein ganzes Stück unter der des 270er-Verbrenner-Karts. Auch das Gewicht war wegen der Batteriesät-ze sowie des „Rempel-Schutzes" der Indoor-Karts beträchtlich höher. So lagen dann auch die (handgestoppten) Zeiten etwa 30 Sekunden über denen im Turnier, mithin also 50% höher. Eine Erfahrung war es jedenfalls für die Fahrer!